Welche Vorteile ein preiswertes Fassbier hat

Gezapftes BierVerleger, Händler und Gastronomen müssen für den Hektoliter Bier so viel zahlen wie noch nie – schließlich steigen nicht nur die Ausgaben für Werbung, sondern auch für Löhne, Energie, Produktion und, und, und. Trotzdem finden sich noch Brauereien abseits der bekannten „Fernsehmarken“, die ein qualitativ hochwertiges Fassbier zu günstigen Konditionen anbieten. Um nachzuvollziehen, warum es sich für den Fassbier führenden Handel und für Gastronomen lohnt, ein solches preiswertes Fassbier oder ein lohngebrautes Fassbier ins Sortiment zu nehmen, ist es sinnvoll, einen Blick auf die deutsche Bierlandschaft im Allgemeinen und auf die Bierpreise im Besonderen zu werfen.

Preiserhöhung beim Fassbier liegt nicht lange zurück

Egal ob Krombacher, die Radeberger-Gruppe oder die Braugruppe Bitburger - im ausgehenden Jahr 2017 haben zahlreiche Medien berichtet, dass die großen Brauereien an der Preisschraube drehen wollen.

Und wenn die Großen ihre steigenden Kosten bei Werbung, Lohn, Energie oder Hopfen durch Preiserhöhungen wieder einspielen müssen, befinden sich die kleinen Brauereien oft erst recht in dieser Situation. So auch jetzt: Die Karlsberg Brauerei beispielsweise, 2017 mit einer Produktion von 1,8 Millionen Hektolitern, erhöhte die Preise für den Handel noch 2017 um etwa einen Euro pro Kasten.

Ebenso die Essener Stauder Brauerei – ihr Ausstoß lag 2015 bei rund 200.000 Hektolitern pro Jahr: Sie erhöhte zum 1. März 2018 ihren Preis pro Flasche um sechs Prozent.

Soviel zum Flaschenbier. Und das Fassbier?

Gezapftes BierHier liegt die jüngste "Preisanpassung" erst gut ein Jahr zurück. Anfang 2017 erhöhte zum Beispiel die Bitburger Braugruppe über alle Marken und Sorten hinweg ihre Preise für die Gastronomie. Kleinere Brauereien, wie beispielsweise die in Dortmund gebrauten Marken Kronen, Thier und Hövels hoben die Fassbierpreise ebenfalls an.

So kommt es, dass das ein 0,33-Liter-Bier in der Kneipe vielerorts nicht mehr 2,20 €, sondern 2,40 € oder nicht mehr 2,80 €, sondern plötzlich 3,00 € kostet. Damit liegt der deutsche Kneipenbierpreis im europäischen Vergleich zwar immer noch im unteren Drittel, – in Lausanne in der Schweiz kostet das 0,33-Bier im Schnitt 8,47 € (!) – trotzdem wird es sich beim Konsumenten und damit auch beim Gastronom und schließlich auch beim Brauer bemerkbar machen.

Craft-Bier-Brauer beleben die geschmackliche Konkurrenz

Neben den Bierpreisen ist für den Handel wie für die Gastronomie auch der Bierkonsum pro Kopf in Deutschland interessant. Dass dieser Rückläufig ist, ist eine wohldokumentierte Tatsache. Trank der Deutsche im Jahr 1980 noch mehr als 145 Liter Bier pro Jahr, waren es im Jahr 2016 nur noch derer 104. Für den Gesamtabsatz der deutschen Brauereien bedeutete diese Entwicklung zuletzt einen Rückgang um 2,5 Prozent auf 93,5 Millionen Hektoliter im Jahr 2017. Mögen die Deutschen etwa ihr Bier nicht mehr?

Diese Behauptung wäre aus Brauersicht Jammern auf hohem Niveau, schließlich trinken in Europa nur die Tschechen (143 Liter/Jahr) mehr als die Deutschen. Zudem würde zu dieser pessimistischen Sicht nicht ganz ins Bild passen, dass der Deutsche Brauer Bund erst Ende Februar freudig vermeldete: "Zahl deutscher Brauereien wächst weiter". Demnach werden "bundesweit 1492 Braustätten betrieben". Das sind 82 Brauereien mehr als im Jahr 2016 und über 150 mehr als noch vor fünf Jahren. Diese Entwicklung betrachtend, geht der Branchenverband sogar davon aus, dass noch im ersten Quartal 2018 die Zahl von 1.500 Brauereien erreicht und überschritten wird.

Hintergrund dieser Entwicklung - auch das dürfte kein Geheimnis sein - ist der "Craft-Bier-Boom". Die anhaltend hohe Zahl der Neugründungen ist dabei offenbar so unkalkulierbar, dass der Deutsche Brauer Bund noch Ende März 2017 zaghaft vermutete, dass die Zahl von 1500 Braustätten bei einer Fortsetzung des Wachstums erst bis 2020 erreicht werden könnte.

Preiswertes Fassbier als Ausweg aus der Preisspirale

HopfenDer Trend zum Craft Bier bringt nun einerseits erfreuliche Nebenwirkungen für deutsche Hopfenbauern und sorgt dafür, dass es auf Messen neue Besuchermagneten wie eine  "CRAFT BEER Arena" gibt. Andererseits und vor allem erweitern die mannigfaltigen Angebote der Craft-Brauer die Auswahl für Biertrinker. Die aromatischen Spezialitäten der Mikrobrauereien gewinnen in den meisten Fällen durch den Einsatz unterschiedlicher Hopfenarten und -mengen einen ganz individuellen Geschmack, der sich deutlich von dem der sogenannten "Fernsehbiere" unterscheidet. Dass die Anzahl der Craft-Brauereien nun so  rasant anwächst, zeigt, dass das Modell beim Konsumenten verfängt. Das heißt im Klartext: Es besteht Bedarf an Bieren, die sich geschmacklich von den bekannten Marken unterscheiden. Dieses Bedürfnis wird durch die Craft-Bier-Brauer befriedigt, was eine gute Nachricht für die Konsumenten ist.

Für Händler und Gastronomen verbirgt sich hinter dem Erfolg der Mikrobrauereien aber ebenfalls eine gute Nachricht: Es muss nicht immer Becks, Warsteiner, Krombacher oder König Pilsener sein. Die Konsumenten sind durchaus bereit, sich auf neue Geschmäcker, abseits der großen Marken, einzulassen. Mit diesem Wissen im Hinterkopf können Verleger und Gastronomen die Preisspirale der bekannten Braukonzerne durchbrechen und ihr das preiswerte Fassbier einer Privatbrauerei entgegenstellen.

Preiswerte Fassbiere bieten breite geschmackliche Variation

Warum dann nicht gleich ein Craft-Bier anbieten? Für manchen Verleger oder Gastronom kann die Aufnahme eines regionalen Craft-Biers ins Sortiment sicherlich eine denkbare Alternative oder Ergänzung sein. Doch zum einen sind Mikrobrauereien mit ihrem jährlichen Produktionsvermögen von bis zu 1000 Hektolitern mitunter nicht in der Lage, den Bedarf großer Verleger zu bedienen oder verlässlich zu liefern. Zum anderen sind sie strukturell häufig nicht so aufgestellt, um entsprechenden logistischen Erfordernissen zu genügen.

So sehr Craft-Biere auch die geschmackliche Vielfalt auf dem deutschen Biermarkt fördern mögen, ihr Anteil am Gesamtmarkt liegt schätzungsweise zwischen 0,5 Prozent und 1 Prozent. Und nicht nur in Sachen Produktionsvolumen, sondern auch in Fragen von Qualitätssicherung und Logistik haben traditionelle Brauereien in der Regel mehr Erfahrung und etablierte Mechanismen, die sie zu verlässlichen Partnern machen.

Ein preiswertes Fassbier, gebraut von Privatbrauereien nach dem Deutschen Reinheitsgebot, ist für Anbieter aus dem Getränkefach-, Groß- und Einzelhandel, wie auch für freie Gastronomen und Bierkontore also eine einfache Möglichkeit, sich der Preisschraube zu entziehen und Kunden trotzdem ein hochwertiges Bier zu präsentieren. Mit Geschmäckern von friesisch-herb bis sauerländer-fein-herb und vom milden bis zum süffig-bayerischen Aroma findet sich dabei auch im Segment der preiswerten Fassbiere eine geschmacklich breite Palette, die die Bedürfnisse verschiedener Biertrinker-Regionen bedienen kann.


Fassbier Direkt macht es sich seit 20 Jahren zur Aufgabe, Ihnen den perfekten Partner für ein preiswertes Fassbier zu vermitteln. Um Ihnen die besten Biere und Preise anbieten zu können, pflegen wir gute Kontakte zu zahlreichen Brauereien, deren Fassbiere ebenso Ihren Standards wie auch dem Geschmack Ihrer Kunden entsprechen werden. Bei Fragen erreichen Sie uns über info@fassbier-direkt.de oder unter 02302-963950.